Die evangelische Kirchengemeinde Stuttgart-Mühlhausen begrüßt Sie ganz herzlich. Wir freuen uns, dass Sie den Weg zu uns gefunden haben.

 

 

Liebe Gemeinde,

Wie es dir möglich ist: Aus dem Vollen schöpfend – gib davon Almosen! Wenn dir wenig möglich ist, fürchte dich nicht, aus dem Wenigen Almosen zu geben!
Tobit 4,8

Auf den ersten Blick ist das ein spröder Monatsspruch. Er ist dem weisheitlichen Buch Tobit entnommen: Der Vater Tobit gibt seinem Sohn kurz vor seinem Tod ein Vermächtnis mit auf den Weg, der unter anderem diesen Vers beinhaltet. Zudem hinterlässt er ihm ein geistliches Vermächtnis: Den Glauben an Gott und das Vertrauen auf seine Weisungen. Ein doppeltes Vermächtnis also.

Die Wendung „Almosen geben“ ist heute negativ besetzt. Almosen geben lindert die Not vielleicht momentan, mildert aber die Ungleichheit in keiner Weise. Almosen geben stabilisiert die Ungerechtigkeit nur schweigend. Almosen geben ist problematisch, sagen wir. Und jeder einzelne Fall, in dem wir um ein Almosen angebettelt werden, scheint das zu bestätigen. Man kann da offenbar nur alles falsch machen.
Geben - warum ist das eigentlich so schwierig? Zum einen, weil damit in der Tat äußerlich oft wenig bewirkt, viel hingegen verschleiert, verschwiegen, vergessen wird. Zum anderen fühlen wir uns stets dabei beobachtet. Wir vergleichen uns. Oder präsentieren uns gar. Schließlich jedoch wird uns in der Situation viel von unserem eigenen Inneren offenbar. Und vielleicht macht es vor allem das so schwierig! Gebe ich ängstlich, scheue oder schäme ich mich? Gebe ich kleinlich, neidisch oder großzügig und ehrlich? Wie kann ich angemessen geben?

Und empfangen ist ja auch nicht leichter! Eigentum verpflichtet. Bedürfen ist schwer. Ein ziemliches Dickicht ist das.

Menschliche Beziehungen sind auf Gerechtigkeit angelegt und angewiesen. Diese Gerechtigkeit wird durch Teilen und Teilhabe möglich. Wir Menschen müssen in all unserer Verschiedenheit, bei allen Unterschieden und Ungerechtigkeiten schlicht anfangen zu teilen. Menschlichkeit kann mit dem Teilen beginnen. Auch mit dem Teilen des Glaubens.

„Einen fröhlichen Geber hat Gott lieb“, heißt es an einer anderen Stelle. In Liebe geben, ohne die Empfangenden zu demütigen, in Verlegenheit oder in Abhängigkeit von uns zu bringen. Dann werden wir erkennen, dass wir einander ja mit Gaben dienen, die wir selbst von Gott empfangen haben. Alle Gute Gabe kommt von Gott, das können wir als Gebende ebenso wie als Empfangende erfahren.

Ihre Pfarrerin Britta Feuersinger

        

Kirchenwahl

Am 1. Dezember wurden in den Kirchengemeinderat der evangelischen Kirchengemeinde Stuttgart Mühlhausen gewählt:


In alphabetischer Reihenfolge:

Andreas Allgayer
Andreas Brindisi
Klaus-Peter Hörner
Katharina Juzeler
Christof Kövesi
Sandra Krack
Birgit Wentz

Wir gratulieren den neuen Kirchengemeinderätinnen und Kirchengemeinderäten und danken allen, die bei der Wahl sowohl als Kandidierende als auch in der Organisation im Hintergrund mitgewirkt haben.

Regenbogengemeinde

Wir sind offen

für Lesben und Schwule in unserer Gemeinde
für die Segnung gleichgeschlechtlicher Paare
für Pfarrerinnen und Pfarrer, die mit ihrer Partnerin/ihrem Partner im Pfarrhaus leben wollen

Für uns ist es selbstverständlich, dass Lesben und Schwule zur Kirchengemeinde gehören. Menschen unterschiedlicher Lebensformen und sexueller Identitäten sind willkommen!“  
Für dieses Anliegen wurde die Initiative Regenbogen gegründet.


 

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